Sie haben nur kurz Zeit um Alicante zu besichtigen, dann sollten Sie genau überlegen wie Sie die Zeit in der größten Stadt der Costa Blanca (die weiße Küste) verbringen wollen.

Alicante in einer Stunde sehen und ein Gefühl dafür bekommen, das geht!

Hier sind unsere Top 3 an Sehenswürdigkeiten, die sie unbedingt gesehen haben müssen um wirklich sagen zu können: ich war in Alicante.

Explanada

Die Flaniermeile in Alicante ist die Explanada de España [sprich: Esplanda de Espanja], typisch ist das geschwungene Muster am Boden. Die Explanada ist über 500m lange Promenade, die entlang des Hafens verläuft, nicht nur das Fliesenmuster ist einladend auf der Explanada, die Promenade ist zu beiden Seiten von je 2 reihen Palmen gesäumt und eigentlich in drei Linien geteilt. Eine breiter Weg in der Mitte, eingesäumt von bezaubernden Straßenlampen, zwei schmälere seitlich. Auch wunderbar an der Explanada: sie läuft entlang des Hafens, und auf der anderen Seiten finden sich Restaurants und Cafés. Das typische Wellenmuster der Explanada entsteht durch ungefähr 6.600.000 dreifarbigen Marmorsteinchen. Die Explanada erstreckt sich zwischen Puerta del Mar und Parque de Canalejas. Fotos auf die Festung kann man entweder ganz zu Beginn der Explanada machen, am hinteren Ende der Explanada muss man über die Straße zum Hafen hin um über das hohe Hotel Gran Sol den Blick zur Festung zu erwischen.

Es gibt auf der Explanada ein Kontingent an freien Holzstühlen, die man sich aufstellen kann wo man will um zu plaudern – was gerade ältere Einheimische gerne machen und was genau so zur spanischen Kultur gehört wie das abendliche Spazieren -, es gibt auch Steinbänke in den äußeren Wegen.

Mitten auf der Explanada befindet sich eine muschelförmige Bühne, in der immer wieder Konzerte aufgeführt werden, meist am vormittags am Wochenende. Häufig sind Kunstmärkte mit vielen kleinen Marktstände auf der Explanada aber auch Straßenkünstler und die Möglichkeit Souvenirs zu kaufen.

Punkt zwei unserer Top-Sehenswürdigkeiten ist eine Pflanze: die großblättrige Feige. Ursprünglich in Ozeanien heimisch ist sie wohl über Italien nach Spanien gekommen. Die älteste europäische großblättrige Feige steht auch in Palermo. Aber jene in Alicante sind nur knapp jünger und sehr beeindruckend: durch das breite Blätterdach, dem dicken, gefalteten Stamm und die Luftwurzeln, die mit der Zeit zu Zusatzstämmen wachsen.

Wo kann man die großblättrige Feige am besten bewundern. Wir empfehlen an der Portal de Elche – und unsere zweite Empfehlung: dort auch eine kleine Pause einzulegen um eine „Horchata de Chufa“ [sprich: Ortschata de Tschufa] , Erdmandelmilch, zu kosten. Das geht auch als Granizado oder im Kaffee oder als Eiskaffee mit Horchata de Chufa granizada.
Erdmandelmilch - Horchata de Chufa muss man gekostet haben

Portal de Elche

Das Portal de Elche ist direkt an der Rambla und damit ungefähr in der Mitte der Explanada. In der Mitte ein traditioneller Kiosk (zwar nicht uralt, aber nach dem alten Pavillon nachgebaut und äußerst pittoresk), mitten am Platz ein Café und auch an den Seiten Cafés und Bars. Rundherum gibt es Verkehr von der Rambla, Fußgänger, die zum Strand gehen oder davon kommen – es tut sich was. Genau so, wie es die meisten Spanier heiß lieben. Auch das ist Alicante: trubeliges Leben und Lärm ist schön für die Einheimischen. Ausprobieren. Alternativ und ein wenig ruhiger kann man an der Plaza de Gabriel Miró Bäume schauen und in ein Café gehen, dieser Platz liegt gleich hinter dem Portal de Elche, parallel zur Explanada. Wenn sie die Explanada von der Rückseite erobern, dann sehen Sie Ihre ersten großblättrigen Feien im Parque de Canalejas – hier gibt es Spielplätze, einmal für die Kleinen, einmal für die Größeren und kleinen Fitnessparcours für die ganz Großen.
Träumen von Feigenbäumen Luftwurzler: Natur-Sehenswürdigkeit in Alicante

Calle Mayor

Jede Stadt hat die eine Straße, in Salzburg ist es die Getreidegasse. Die Linzergasse ist auch hübsch, die Steingasse ist ganz bezaubernd pittoresk und typisch ist auch die Kaigasse – aber die Getreidegasse ist aus gutem Grund so häufig auf Postkarten zu sehen. In Alicante ist es die Calle Mayor, nicht weil sie so besonders hübsch ist, sondern weil sie Geschichte hat und alicantinisches Flair – und netterweise ist sie auch Fußgängerzone. Sie sehen Souvenirläden, Restaurants mit Stühlen auf der Straße, Eisläden, Tapas-Bars, aber auch Traditionsgeschäfte und die Wohnhäuser mit meist 3 Stöcken, kleinen Balkonen mit schmiedeeisernen Gittern und hölzerne Fensterläden mit Lamellen. Die Calle Mayor mündet in die Plaza de la Santísima Faz, ein hübscher Platz mit Palmen, direkt hinterm Rathaus, am Rathaus vorbei gelangen sie wieder Richtung Puerta del Mar, auf diesem Weg können sie sich für die Weiterreise auch einen „Turrón“ kaufen, eigentlich typisches alicantinisches Weihnachtsgebäck, das aber mittlerweile ganzjährig verspeist wird.

Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt noch Zeit für mehr haben, empfiehlt es sich auch noch mit einem Spaziergang das Casco Antiguo, die Altstadt Alicantes, zu erkunden.

Warum also diese Top 3 Sehenswürdigkeiten von Alicante

Weil man an jedem der drei Plätze ein wenig Buntheit von Alicante mitbekommt und das alicantinische Leben in mehreren Facetten. Klar, das Castillo de Santa Barbara, die Burg ist auch ein toller Ausflug. Aber sie ist auch von unten hübsch anzusehen und in der Hochsaison dauert die Wartezeit zum Lift auf die Burg, bzw. der mühsame Aufstieg doch recht lange – und sie möchten doch auch einen Grund haben wieder nach Alicante zu kommen.

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Wie kommt man hin zu unserem Schnell-Rundgang Alicante in einer Stunde:

Ankunft mit dem Zug: Vom Bahnhof die Avenida de la Estación hinauf zur Plaza de los Luceros, hier entweder gleich die Avenida de Federico Soto, mittig mit Fußgängerzone und kleinen Spielplätzen, nach unten und über den Parque de Canalejas (hier gibt es schon die tollen Luftwurzler-Feigenbäume) oder weiter die Avenida Alfonso X El Sabio und die Rambla de Mendez Nuñez zur Explanada, man läuft direkt am Portal de Elche vorbei, kann hier in die Calle Mayor und über das Rathaus nach unten zur Puerta del Mar und zur Explanada.

Ankunft mit dem Auto: es gibt verschiedene kostenpflichtige Parkplätze und Parkhäuser auf der kleinen Mini-Route: 1. am Strand Postiguet – und im Hochsommer wohl sehr voll, dann 2. am Hafen „Plaza de Canalejas“ – Zufahrt – am Ende der Explanada rechts dem Hafen entlang in die Avenida del Almirante Julio Guillén Tato (abgekürzt: Av. del Almte. Julio Guillén Tato) oder über die Avenida Conde de Vallelano. In der Kurzparkzone startet man am Besten um die Avenida Dr. Ramón y Cajal die Parkplatzsuche. Wer sein Glück versuchen will vom Hafen weg auf dieser Straße gibt es auch einige Parkmöglichkeiten, aber eben auch Fußgängerzonen, verkehrsberuhigte Plätze und jede Menge Einbahnen. Wer gemütlicher Parken will: unter der Avenida Alfonso X el Sabio und Avenida de la Estación gibt es mehrstöckige Parkhäuser.

Ankunft mit dem Kreuzfahrtschiff: die Explanada liegt parallel zum Hafen, nicht zu verfehlen, je nach Anlegestelle müssen sie die Mole hinunter und gelangen auf die Puerta del Mar oder nähern sich vom Südwesten, ähnlich wie dem Busbahnhof.

Ankunft mit dem Autosbus: Der Busbahnhof liegt nicht weit vom Hafen entfernt (und eigentlich im Gebiet des Industrie-Hafens), der Fahrbahn entlang in Blickrichtung zur Burg, kann man entweder eine Weile am Hafen gehen oder gleich mal nach links durch die Parks wandern.