Mit dem Auto zu verreisen hat viele Vorteile: man kann neben dem Kleiderkoffer noch einen Koffer für Spielsachen mitnehmen, man hat Platz für Sandspielzeug und kann während der Fahrt die Musik wählen, die man mag. Man kann Pausen einlegen und seinen eigenen Urlaubsrhythmus finden. Man hat die Chance dass die Fahrt nicht nur Überbrücken des Weges wird, sondern dass man die Anreise mit dem Auto schon zum Teil des Urlaubs werden lässt.

Stundenlang im engen Kindersitz zu sitzen, das ist für Kinder anstrengend und fad. Damit das Ganze weniger mühsam und langweilig wird, haben wir alle jene Tipps gesammelt, die Eltern auf langen Fahrten geholfen haben.

+ Spieletasche neben dem Sitz: mit allem was das Kind oder die Kinder gerne allein spielen. Bilderbücher, kleine Püppchen, Kuscheltier, Autos.

+ kleine Aufgaben für die Fahrt: während die Fahrerin fährt und der Beifahrer dafür sorgt, dass das Navi richtig programmiert ist und die längeren Verkehrsschilder liest (bei Fremdsprachen müssen die auch mal richtig entziffert werden), können Passagiere auf der Rückbank auch für etwas zuständig sein: z.B. Getränke und Jause verwalten.

+ Lieblings-Hörspiele mitnehmen: 3-4 Hörspiele mitnehmen, die gerne gehört werden (und auch die Eltern noch aushalten) und von einem der Protagonisten eine zusätzliche Überraschungsfolge, die dann ausgepackt werden kann, wenn die Ungeduld gerade recht groß ist (möglichst nicht sofort am ersten Tag). Wenn das Kind spracheninteressiert ist, empfehlen sich auch Sprach-CDs.

+ kleine Spiele für die Fahrt überlegen: wenn eine Person fährt und ein Beifahrer oder eine Beifahrerin vorhanden ist, heißt das: 1 Erwachsener, der die Langeweile auf der Rückbank ab und an unterbrechen kann. Spiele können sein: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder Tiere-Raten, oder bei den Kleineren vielleicht auch ein kleines Rollenspiel, wie Tapas-Bar (einer kocht, einer kellnert), Empanadilla-Bäckerei (einer macht Teig, einer die Füllung, …).

+ Pausen: Toilettenpausen sind wichtig und auch die Erwachsenen wollen sich mal die Füße vertreten. Warum nicht gleich den nächsten kleinen Ort anpeilen und die Pause mit einer kleinen Stadttour verbinden (für solche Pausen haben wir den Bericht – Alicante in einer Stunde: 3 Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss – geschrieben).

+ Fahrtzeiten vereinbaren. z.B. täglich nur 4h fahren und dem Kind während der Fahrt die gefahrene und verbleibende Zeit anzeigen. Das geht mit Fingern oder Grissinis, die das Kind dann jede halbe Stunde weiter wegknabbern darf. Größere Kinder möchten die Reise vielleicht anhand einer Landkarte mitverfolgen.

+ Die Anreise selbst zum Abenteuer zu machen: kleine Geschenke in der Spieletasche und im Koffer des Kindes verstecken: eine Kinderzeitung, Spezialstifte, ein neues Matchbox-Auto, Sonnenbrille oder ein Bilderbuch über Spanien – oder je nach Zwischenstopp ein Buch über Van Gogh, Dalí, Picasso, Miró oder Le Corbusier. Gerade bei Kinderbüchern kann man auch während der Fahrt italienische, französische, katalanische und spanische Bücher kaufen – vorausgesetzt einer der Eltern oder ein Familienmitglied kann die dann auch im Original vorlesen, dann hat man auch noch lange daheim eine tolle Erinnerung an den Urlaub.

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Lextra junior - Spanisch - Unterwegs in Spanien: Selbstlernbuch mit Hör-CD: Sprach-/Reiseführer für Kinder - TING-fähig... [mehr lesen]

Unser Spezialtipp: gerade wenn Sie mit dem Auto nach Alicante reisen, liegen jede Menge tolle Städte, Orte und Landschaften am Weg. Machen Sie nicht nur Zwischenstopps, sondern mehrere Zwischenübernachtungen, lernen Sie ein Stück Schweiz kennen, Oberitalien, die ligurische Küste, oder den Elsass, die französischen Alpen, die Côte d’Azur, die Provence, Camargue oder testen Sie die Grenzregionen wie stark sich Frankreich und Spanien unterscheiden oder ob sich doch auch Nordkatalonien und Südfrankreich sehr ähnlich sind. Entdecken Sie Katalonien, an der Küste, oder im Hinterland, auf den Spuren von Salvador Dalí oder romanischen Kirchen oder probieren Sie wo es die leckerste Fideuá gibt (die Fideuá ist ähnlich der Paella aber mit Nudeln, typisch für Valencia, aber auch in Katalonien weit verbreitet) oder suchen Sie mit Google Maps die nettesten Spielplätze in Autobahnausfahrt-Nähe. Auf Ihrem Weg nach Spanien fahren Sie durch jede Menge Weinregionen, zumindest eine Flasche heimischen Rotwein kann man bei jedem Stopp einpacken und in den ersten Urlaubstagen, in denen keine Autofahrt ansteht, verkosten.

Nehmen Sie sich also Zeit nicht nur den Urlaub selbst zu planen, sondern bereits auf der Anreise Neues zu entdecken. Wir stellen hier demnächst einige Routen vor.

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